Mahlen
Die wichtigsten Maschinen der Mühle sind:
Brechanlagen: Dies sind geriffelte Zylinder, die sich mit einer leicht unterschiedlichen Geschwindigkeit gegeneinander drehen. Sie brechen den Weizenkorn auf und entfernen das Mehl durch Reibung von der Kleie.
Mehlrollen: Diese glatten Rollen drehen sich gleichfalls mit einer leicht unterschiedlichen Geschwindigkeit gegeneinander. Sie setzen die groben Mehlteile (= Grieß), die durch die Brechanlagen gebildet wurden, in feines Mehl um.
Plansichter: In diesen großen Kästen befinden sich 22 Siebe übereinander. Hier werden die gemahlenen Produkte aus den Zylindern nach Größe sortiert und anschließend zu den richtigen Maschinen geleitet.
Putzmaschinen: Die Putzmaschinen ergänzen die Plansichter. Sie enthalten gleichfalls Siebe, diesmal wurde darüber eine Absaugvorrichtung angebracht. Ein Plansichter kann die Produkte nur nach ihrer Größe sortieren; eine Putzmaschine kann sie außerdem nach dem sortenspezifischen Gewicht voneinander trennen. Kleie ist erheblich leichter als grobes Mehl. Durch eine korrekte Einstellung der Absaugvorrichtung kann die Kleie auch aufgesaugt werden, so dass nur das schwere Mehl durch die Siebe fällt. So wird das grobe Mehl bzw. das Grießmehl von der Kleie getrennt, bevor es auf den Mehlrollen fein gemahlen wird.
Kleiebürsten: Diese Maschinen bürsten die Kleie weiter ab.
Nach dem Mahlen erhält man Folgendes aus 100 kg Weizen:
- ± 75 kg Mehl
- Stärke
- Kurzmehl
- Lage zwischen der Kleie und dem Mehl
- Nachmehl
- Keime
Die Menge Mehl, die man aus 100 kg Weizen bekommt, nennt man den Extraktionsgrad des Mehls.
Nach dem Mahlen ist das Herstellungsverfahren noch nicht beendet. Zunächst wird das Mehl in Silos gereift. Bei Dossche Mills & Bakery verfügen wir dazu über eine Lagerkapazität von ca. 9.000 Tonnen Mehl, verteilt über zahlreiche Mehlsilos.
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